BallCheck
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Wie BallCheck den Ballsprung am Klang misst

Zuletzt geprüft · 2 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

BallCheck misst die Abstände zwischen den Aufsprüngen eines Balls, indem es ihnen zuhört. Jeder Abstand ist kürzer als der davor, und das Verhältnis zwischen den Abständen ergibt die Stoßzahl des Balls (COR, coefficient of restitution), also den Anteil der Geschwindigkeit, den er bei jedem Aufsprung behält. Der Vergleich mit einem neuen Ball desselben Typs auf demselben Platz ergibt den Wert.

Der Sprung in einer Zahl

Die Stoßzahl (COR) ist die Geschwindigkeit des Balls direkt nach einem Aufsprung geteilt durch seine Geschwindigkeit direkt davor. Ein perfekter Aufsprung wäre 1, gar kein Aufsprung 0. Bei einem senkrechten Fall ist der COR die Wurzel aus Sprunghöhe geteilt durch Fallhöhe.

Der Physiker Rod Cross gibt für einen Tennisball auf Hartplatz etwa 0,75 an. Rechnet man von den offiziellen Rückprallbereichen zurück, ergeben sich etwa 0,73 bis 0,76 für neue Tennis- und Padelbälle und etwa 0,62 bis 0,66 für Pickleballs. Das sind unsere eigenen Berechnungen aus den Vorgaben, ohne Luftwiderstand.

Warum der Klang funktioniert

Die Flugzeit eines Balls zwischen zwei Aufsprüngen hängt nur davon ab, wie schnell er den Boden verlassen hat. Deshalb entspricht das Verhältnis eines Abstands zum vorherigen dem COR. Du musst nicht sehen, wie hoch der Ball gesprungen ist: Du musst nur hören, wann er aufkommt.

Diese Methode ist aus dem Physikunterricht gut bekannt und wurde 1977, 1981, 2001 und 2003 im American Journal of Physics veröffentlicht. Die Arbeit von 2001 nutzte dafür eine gewöhnliche PC-Soundkarte. Ein Handymikrofon misst jeden Aufsprung auf deutlich unter eine Millisekunde genau.

Was BallCheck ergänzt

  • Es wartet, bis es im Raum ruhig ist, und lernt dann ein paar Sekunden lang die Umgebungsgeräusche, um sie auszublenden.
  • Es erkennt jeden Aufsprung und verwirft Klopfen, Schlägertippen und Schritte, die nicht zum Muster eines springenden Balls passen.
  • Es misst jeden Aufsprung einzeln, weil der COR bei höherer Aufprallgeschwindigkeit leicht sinkt.
  • Es vergleicht deinen Ball mit einem neuen Ball desselben Typs auf derselben Platzart, weil ein weicher oder sandiger Boden jedem Aufsprung Energie nimmt.
  • Mit dem Präzisionstest mittelt es drei Versuche und zeigt dir, wie verlässlich das Ergebnis ist.

Was es nicht kann

BallCheck liefert eine Schätzung, keine zertifizierte Labormessung. ITF und FIP messen den Rückprall auf Granit per Video in einem temperierten Raum. Dein Platz, die Temperatur und die Art, wie du den Ball fallen lässt, beeinflussen das Ergebnis. Deshalb vergleicht BallCheck immer Gleiches mit Gleichem.

Der Ton wird auf deinem Handy analysiert und direkt danach verworfen. Es wird nichts aufgenommen oder hochgeladen.

Fragen

Wie genau ist es?

Die Zeitmessung ist sehr präzise. Die meisten Abweichungen entstehen durch den Fall selbst und den Platz. Der Präzisionstest nutzt drei Versuche und zeigt einen Genauigkeitswert, damit du siehst, wie gleichmäßig sie waren.

Funktioniert es an einem lauten Ort?

Es lernt vor jedem Versuch die Umgebungsgeräusche und ignoriert Töne, die nicht zu einem springenden Ball passen. An einer sehr lauten Stelle, etwa neben einem Platz, auf dem gespielt wird, können die Ergebnisse trotzdem weniger verlässlich sein.

Was ist der Rückprall im offiziellen Test in der App?

Eine Schätzung, wie hoch dein Ball im offiziellen Falltest aus 254 cm springen würde, berechnet aus seinem COR und dargestellt im offiziellen Bereich für diesen Balltyp.

Quellen

  1. Rod Cross: Tennis physics, anyone? (Physics Today, 2008)
  2. Aguiar and Laudares: Listening to the coefficient of restitution and the gravitational acceleration of a bouncing ball (Am. J. Phys. 71, 2003)
  3. ITF: Ball Approval Tests

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