BallCheck
DE
Auf die Warteliste

So erkennst du, ob ein Tennisball tot ist

Zuletzt geprüft · 2 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Ein Tennisball ist tot, wenn er nicht mehr wie ein neuer springt. Im offiziellen Test fällt er aus 254 cm (100 Zoll) auf eine harte Fläche: Ein neuer Ball springt 135 bis 147 cm (53 bis 58 Zoll) hoch. Lass deinen alten Ball neben einem neuen aus derselben Höhe fallen. Springt er deutlich niedriger, hat er Druck verloren und taugt nicht mehr richtig für Matches.

Der offizielle Test: Fall aus 254 cm (100 Zoll)

Die International Tennis Federation (ITF) testet den Sprung seit 1925 auf dieselbe Weise. Ein Ball fällt in einem Labor bei etwa 20 °C aus 254 cm (100 Zoll) auf einen glatten Granitblock, und der Rückprall wird per Video gemessen.

Damit ein Ball zugelassen wird, muss er innerhalb eines festen Bereichs zurückspringen. Bälle mit mittlerer Geschwindigkeit (Typ 2), die häufigste Art, müssen 135 bis 147 cm hoch springen.

BalltypFürRückprall aus 254 cm
Typ 1 (schnell)Langsame Plätze, meist Sand138 bis 151 cm (54 bis 60 Zoll)
Typ 2 (mittel)Mittelschnelle Plätze, die meisten Hartplätze135 bis 147 cm (53 bis 58 Zoll)
Typ 3 (langsam)Schnelle Plätze, meist Rasen135 bis 147 cm (53 bis 58 Zoll)
HöhenlageÜber 1.219 m (4.000 ft)122 bis 135 cm (48 bis 53 Zoll)

Vier Tests direkt am Platz

  1. Nebeneinander fallen lassen. Halte einen alten und einen neuen Ball auf dieselbe Höhe, am besten auf Höhe der Netzkante, und lass beide gleichzeitig los. Ein toter Ball springt sichtbar niedriger.
  2. Aufsprünge zählen. Lass den Ball fallen und ausspringen. Ein neuer Ball springt länger weiter, und die Abstände zwischen den Aufsprüngen bleiben länger.
  3. Hinhören. Ein toter Ball klingt dumpfer, und die Aufsprünge folgen schneller aufeinander. Genau das misst BallCheck.
  4. Drücken. Ein Ball, der sich leicht zwischen den Fingern zusammendrücken lässt, hat meist Druck verloren. Sieh das nur als Hinweis: Labortests zeigen, dass gebrauchte Bälle weicher werden, auch wenn ihr Sprung noch im Bereich liegt.

Warum Bälle tot werden

Die meisten Bälle sind Druckbälle: Laut ITF liegt der Druck in einem neuen Ball typischerweise 10 bis 13 psi (70 bis 90 kPa) über dem Außendruck. Sobald die Dose offen ist, entweicht diese Luft langsam durch das Gummi, und das Spielen nutzt Filz und Kern ab. Weniger Druck bedeutet weniger Sprung.

Das verläuft nicht geradlinig. In Labortests sprangen viele Bälle nach simulierter Abnutzung zunächst etwas höher, bevor sie nachließen. Ein Ball kann sich also ein, zwei Einheiten lang lebhaft anfühlen und dann abbauen.

Wann solltest du die Bälle wechseln?

Es gibt keine feste Stundenzahl. Bei Profiturnieren werden die Bälle nach 7 Spielen gewechselt und danach alle 9, weil beim ersten Wechsel das Einspielen mitzählt. Der Haltbarkeitstest der ITF simuliert deshalb neun Spiele.

Im Vereinsspiel ist Testen die verlässliche Antwort: Springt ein Ball auf demselben Platz deutlich niedriger als ein neuer, nimm ihn aus dem Matchbetrieb. Fürs Training kann er noch gut sein.

Messen statt raten

BallCheck hört einem Ball auf deinem Platz beim Springen zu und vergleicht ihn mit einem neuen Ball desselben Typs auf demselben Belag. Du bekommst einen Wert von 0 bis 100 und eine klare Empfehlung: weiterspielen, Druckdose oder Training, oder aussortieren.

Fragen

Wie hoch sollte ein neuer Tennisball springen?

Aus 254 cm (100 Zoll) auf eine harte Fläche fallen gelassen, muss ein Standardball vom Typ 2 wieder 135 bis 147 cm (53 bis 58 Zoll) hoch springen. Aus Netzhöhe (etwa 91 cm) kannst du ungefähr die Hälfte der Fallhöhe erwarten.

Werden Tennisbälle in der Dose tot?

Eine verschlossene Dose steht unter Druck, deshalb verlieren die Bälle darin keine Luft. Sobald das Siegel gebrochen ist, beginnen sie Druck zu verlieren.

Ist ein weicher Tennisball ein toter Ball?

Nicht immer. Gebrauchte Bälle sind generell weicher, aber Weichheit allein sagt dir nicht, ob der Sprung außerhalb des Bereichs liegt. Ein Falltest ist aussagekräftiger.

Werden drucklose Bälle auch tot?

Drucklose Bälle bekommen ihren Sprung von einem dickeren Gummikern, deshalb verlieren sie keinen Druck. Sie nutzen sich langsamer ab, vor allem dadurch, dass der Filz verschleißt.

Quellen

  1. ITF Rules of Tennis 2026, Appendix I: The Ball
  2. ITF: Ball Approval Tests
  3. ITF: Balls (equipment sheet)
  4. Cross and Lindsey: Tennis ball properties, a comparison of 26 balls from 8 brands

Weitere Ratgeber